Bier des Monats Mai 2026: Budweiser Budvar Reserve

vom Bier-Events-Team

Im Mai startet die Biergarten-Saison: Die Kastanien blühen, die ersten Bänke stehen in der Sonne – und auf den Tischen landet vor allem eins: goldenes Lagerbier. Für unser Bier des Monats Mai 2026 fahren wir deshalb in das Land, das das helle Lager berühmt gemacht hat. Nach Tschechien, genauer: nach České Budějovice, auf Deutsch Budweis. Dort wird das Budweiser Budvar Reserve gebraut.

Die Brauerei: Budějovický Budvar aus Budweis

In Budweis wird schon seit dem Mittelalter Bier gebraut, die Stadt hatte im 13. Jahrhundert sogar das königliche Braurecht. Die Brauerei Budějovický Budvar wurde 1895 gegründet und gehört heute zu den bekanntesten Brauereien Europas. Ihr Rezept für Qualität klingt einfach, ist aber kompromisslos: Saazer Aromahopfen aus der nordböhmischen Region Žatec, Gerstenmalz aus Mähren und weiches Wasser aus eigenen, tiefen Brunnen unter der Brauerei.

Spannend ist auch die Geschichte hinter dem Namen: Weil auch eine große amerikanische Brauerei ein Bier namens „Budweiser“ verkauft, stritten sich beide Seiten jahrzehntelang vor Gerichten in aller Welt um die Marke. In vielen Ländern Europas darf nur das Original aus Budweis „Budweiser Budvar“ heißen.

Was ist das Besondere am Reserve?

Tschechisches Lager lebt von Zeit. Untergärige Biere reifen nach der Hauptgärung kalt in Lagertanks – dabei runden sich die Aromen ab, das Bier wird weicher und klarer. Budvar lässt schon sein Standardbier ungewöhnlich lange reifen. Beim Reserve treibt die Brauerei es auf die Spitze: Laut Budvar reift es über 200 Tage in den Kellern der Brauerei, bevor es abgefüllt wird. Das Ergebnis ist ein Lager mit mehr Tiefe, mehr Malz und einer erstaunlichen Weichheit.

So schmeckt das Budweiser Budvar Reserve

Im Glas leuchtet es in einem satten Goldton, darüber eine dichte, cremige Schaumkrone. In der Nase: Brotkruste, Honig und eine feine, kräuterige Würze vom Saazer Hopfen. Im Mund zeigt sich ein runder, malziger Körper mit einer zarten Restsüße, die nie klebrig wird. Zum Ende hin kommt die typische Saazer Bittere durch – elegant, würzig und sauber. Ein Bier, das man langsam trinkt und das mit jedem Schluck ein bisschen mehr verrät.

Unser Tipp: Das Reserve nicht direkt aus dem Kühlschrank trinken, sondern ein paar Minuten stehen lassen. Bei 8 bis 10 °C kommen Malz und Hopfen am schönsten zur Geltung.

Das passt dazu

  • Spargel mit neuen Kartoffeln und Butter – der Mai-Klassiker.
  • Böhmischer Schweinebraten mit Knödeln und Kraut.
  • Gebackener Camembert mit Preiselbeeren – in Tschechien ein Kneipen-Klassiker.
  • Brotzeit mit Obazda, Radieschen und frischen Brezen im Biergarten.

Warum gerade im Mai?

Weil die Biergarten-Saison ein goldenes Lager verdient – und weil das Budvar Reserve zeigt, wie viel Geschmack in einem scheinbar einfachen Bierstil steckt, wenn man ihm nur genug Zeit gibt. Ein perfektes Bier, um den Frühling willkommen zu heißen.

Dieses Bier steckt im Bier-Adventskalender 2026

Das Budweiser Budvar Reserve ist eines von 24 Bieren, die unsere Bier-Sommeliers für den Adventskalender 2026 ausgesucht haben – mit Tasting-Glas und Web-App, in der ihr zu jedem Türchen mehr über Bier, Brauerei und Stil erfahrt. Lieber gleich gemeinsam verkosten? Dann holt euch die Home-Edition mit Sommelier per Video.

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