Bier des Monats August 2026: Pyraser Hopfenpflücker Pils

vom Bier-Events-Team

Ende August beginnt in den deutschen Hopfengärten die wichtigste Zeit des Jahres: die Hopfenernte. Wochenlang sind die grünen Dolden an den hohen Rankgerüsten gereift, jetzt werden sie geerntet, getrocknet und für das ganze kommende Braujahr eingelagert. Eine Brauerei in Mittelfranken macht daraus jedes Jahr ein kleines Fest – und ein ganz besonderes Bier. Unser Bier des Monats August 2026 ist das Pyraser Hopfenpflücker Pils.

Die Idee: Hopfen direkt vor der Brauereitür

Die Pyraser Landbrauerei hat sich vor ihrer Brauerei einen eigenen kleinen Hopfengarten angelegt – eigens für dieses eine Bier. Gepflanzt wurde Spalter Hopfen, ein klassischer Aromahopfen aus dem fränkischen Anbaugebiet Spalt, den Brauer seit Jahrhunderten für seine feinen, edlen Aromen schätzen. Wenn die Dolden Ende August reif sind, rücken Mitarbeitende und Fans der Brauerei an und pflücken von Hand. Die frischen Dolden wandern dann direkt in den Sud.

Das Ergebnis reift einige Wochen im kühlen Gärkeller und kommt erst ab Mitte September in den Handel. Weil die Menge durch den kleinen Hopfengarten begrenzt ist, gilt das Hopfenpflücker Pils unter Bierfreunden als echte Rarität, die jedes Jahr schnell vergriffen ist. Jeder Jahrgang schmeckt dabei ein klein wenig anders – je nachdem, wie der Sommer war.

So schmeckt das Hopfenpflücker Pils

Strohgelb und blank im Glas, mit einer feinporigen, schneeweißen Krone. Schon beim ersten Riechen merkt man, worum es hier geht: Hopfen. Aber nicht die tropischen Fruchtbomben moderner IPAs, sondern das, was deutsche Aromahopfen ausmacht – blumig, grasig, mit einem Hauch Zitrus und frischen Kräutern. Im Mund ist das Pils schlank und knackig, das Malz bleibt im Hintergrund und lässt dem Hopfen die Bühne. Der Abgang ist trocken und angenehm herb, so wie man es von einem fränkischen Pils erwartet.

Wer das Hopfenpflücker neben einem „normalen“ Pils verkostet, schmeckt den Unterschied sofort: Der frische Hopfen bringt eine grüne, lebendige Note mit, die getrockneter Hopfen so nicht liefern kann.

Das passt dazu

  • Fränkische Bratwürste vom Grill mit Senf und Bauernbrot.
  • Gegrillter Fisch mit Zitrone und frischen Kräutern.
  • Spargel- oder Kräutersalate, bei denen die grasigen Hopfennoten mitspielen.
  • Junger Bergkäse oder ein milder Ziegenkäse.

Ein Pils will kalt sein, aber nicht eiskalt: 6 bis 8 °C sind ideal. Am schönsten in der klassischen Pilstulpe, die den Hopfenduft bündelt.

Warum gerade im August?

Weil kein Monat besser zum Hopfen passt. Wenn draußen geerntet wird, lohnt es sich, einmal genau hinzuschmecken, was diese grüne Pflanze eigentlich im Bier macht. Und das Hopfenpflücker Pils zeigt das so ehrlich wie kaum ein anderes Bier.

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