Bier des Monats: BrewDog Kiez Keule

vom Bier-Events-Team

BrewDog Kiez Keule: ein kaltgehopftes Dortmunder Export

Für ihre Berliner Brauerei hat die schottische Brauerei BrewDog damals ein paar neue Sorten ins Sortiment genommen: ein Pale Ale, ein Zwickl Helles und das kaltgehopfte Export „Kiez Keule“. Mit den beiden letzten knöpft sich BrewDog also zwei klassische deutsche Bierstile vor. Nach den Feiertagen mit vielen intensiven, schweren Bieren genau das Richtige: etwas Frisches mit Charakter.

Optik und Duft

Die Kiez Keule ist goldgelb, leuchtet schön im Glas und ist nur mäßig trüb. Beim Einschenken bildet sich viel weißer Schaum, der eine ganze Weile hält. Der Duft ist eher zurückhaltend: frisches Gras, Heu und etwas Harz, dazu eine leichte Süße mit dezentem Pfirsicharoma, die mit steigender Temperatur stärker wird.

Geschmack

Die deutlich vorhandene Kohlensäure prickelt spürbar auf der Zunge. Der Malzkörper ist stiltypisch ausgeprägt und passt zu den 5,8 % Alkohol, das Mundgefühl bleibt trotzdem relativ trocken – ein Hinweis auf einen hohen Vergärungsgrad. Geschmacklich geht es auf eine spannende Reise: Vorne auf der Zunge zeigt sich der exporttypisch malzig-süße Eindruck, nach hinten breitet sich eine immer intensivere grasige Bittere aus. Im Abgang bleiben Malzsüße und kräuterige Bittere zusammen – ein tolles Zusammenspiel.

Unser Fazit

So kann man einem manchmal etwas verstaubt wirkenden und zu Unrecht unterschätzten Bierstil neues Leben einhauchen. Puristen mögen sagen, Kalthopfung gehöre nicht zum Export – wir finden, sie passt hervorragend. Prost!

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Mehr Biere aus unserer Reihe findet ihr in der Übersicht Bier des Monats.